SOS – Carpatia unterwegs

Kategorien SOS-Serie

Die Titanic. Was für ein grosses stolzes Schiff. Es galt als unsinkbar, dass schnellste, grösste, bedeutendste Passagierschiff der Welt (zumindest zu seiner Zeit). Doch auf der Jungfernfahrt geschah das unfassbare, das undenkbare. Das Schiff lief auf einen Eisberg auf und sank. Doch was nur wenige wissen, es waren zu der gleichen Zeit noch zwei weitere grössere Passagierschiff in der Nähe. Die California und die Carpatia. Aus dem Verhalten der drei Kapitäne auf den Schiffen können wir wesentliche Dinge über den Unterschied von schlechter und guter Leiterschaft ableiten.

Als der luxuriöse Dampfer am 15. April 1912 zwei Stunden und 40 Minuten nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg sank, verloren 1513 Menschen ihr Leben. Für dieses Unglück waren viele verschiedene Fehler verantwortlich, die alle mit unweiser Leiterschaft zu tun haben. Überheblichkeit und Stolz prägten nicht nur den Bau und Stapellauf der Titanic, sondern auch viele, falsche Entscheidungen auf der ganzen Jungfernfahrt. So war die Überzeugung der Verantwortlichen beim Stapelauf, dass nicht einmal Gott dieses Schiff zum Kentern bringen könne ! Kapitän Smith (Titanic) wählte die kürzere, aber gefährlicher nördliche Route, wo es mehr Eisberge gab weil er mit erhöhtem Tempo den Streckenrekord brechen wollte und einen neuen Rekord aufstellen wollte! Dabei hörte er nicht auf mehrere (total 6) Warnungen über nahe Eisberge von andern Schiffen in der Nähe. Aber nicht nur der Kapitän, sondern die ganze Brückenmannschaft ignorierten die Warnungen! Als der Dampfer auf den Eisberg aufgelaufen war wurde der Schaden völlig falsch eingeschätzt, so dass die Rettungsanstrengungen zu spät starteten. Dabei stellte sich heraus, dass die Mannschaft nie richtig über Rettungsmanöver instruiert worden war! Es hatte im Vorfeld keine Rettungsanweisungen und auch keine Rettungs-Übungen gegeben. Dadurch füllte man die ersten Rettungsboote mit viel zu wenig Leuten und hatte am Schluss keine Plätze für die verbleibenden Passagiere!

Der Kapitän der nahe gelegenen Californian war vorsichtiger. Er stoppte sein Schiff während der Nacht und gab eine der Eisbergmeldungen ab. Als dann die Titanic auf den Eisberg aufgelaufen war und unterging, sah er dass die Titanic stoppte und eine Leuchtrakete feuerte. Dabei dachte er, sie grüssten damit nur ein anderes Schiff, das wahrscheinlich in der Nähe, aber von ihm nicht sichtbar war! Das meinten sie immer noch nach mehreren Raketen der Titanic aufgeführt wurden!

Ganz anders verhielt sich Kapitän Rostron auf der Carpathia, der an alles dachte- und richtig machte ! Nach dem Notsignal der Titanic drehte er sein Schiff ohne Zögern um und fuhr mit voller Kraft in diese Richtung. Dabei bestellte er gleich den englischen Arzt in die erste Klasse, den italienischen in die zweite und den ungarischen in die dritte. Zusätzlich wurde alles an Besatzung aufgeboten, was für die Verarztung und Behandlung von Schiffbrüchigen wertvoll sein könnte. In den Bereichen machte der Reihen und Abteilungen für die Verwundeten noch bevor sie am am Unfallort ankamen. Er stellte an jeden Bordeingang einen Offizier um alle an Bord kommenden Überlebenden zu registrieren und gleich den Funkern weiter zu melden. Am Schiff selber wurden Geräte und Leinen für die Rettungsboote wurden angebracht und alle Bordeingänge geöffnet. Dann bereitete er auch seine Passagiere auf die Rettungsaktion vor, wies sie an Kaffee, Suppen und Nahrungsmittel vorzubereiten und nicht im Wege zu stehen. Dann wurden alle Offizierskabinen, Rauchsaloons, die Bibliothek usw. für die Aufnahme der Überlebenden eingerichtet. Doch das grösste Problem waren die Eisberge und die Gefahr einer eigenen Kollision. Dieses wurde dadurch minimiert, dass er drei Männer nur für den Ausguck bestellte und selbst die gesamte Zeit der Fahrt auf der Brücke blieb. Abschliessend notierte sein zweiter Offizier, James Bisset, wie der Kapitän die letzte und für ihn wichtigste aller Vorbereitung machte – er betete, wie er es oft tat!

Um 2.45 Uhr sah Bisset den ersten Eisberg, dem sie ausweichen konnten. Fünf weitere, denen sie ausweichen konnten, folgten danach. Um 4.00 Uhr erreichten sie die Rettungsboote der Titanic und begannen mit der Rettungsaktion. Doch erste der Sonnenaufgang offenbarte ihnen dann eine Sicht, die sie nie vergessen würden. Das Meer war voller Eisberge, so weit das Auge reichte, welche die drei Ausgucke der Carpathia in der Nacht gar nicht gesehen hatten. Diese Tatsache und der reibungslose und ruhige Ablauf der ganzen Rettungsaktion grenzten an ein Wunder!

Doch man muss auch feststellen, dass viel mehr Menschen gerettet worden wären, wenn auch die der Titanic viel nähere Californian so reagiert hätte.


Der Hintergrund zu den SOS Geschichten

Die Gnade Gottes wurde in Jesus ein Mensch aus Fleisch und Blut. Die Mystik dieser biblischen Botschaft ist aus menschlicher Sicht kaum zu fassen. Und doch dürfen wir in dem biblischen Bericht sehen, dass diese entscheidende Wesensart Gottes in der Person Jesus sichtbar wurde. In seinem Reden, in seinem Handeln, in dem wie er mit den Menschen umging, alles an seinem Verhalten zeigt die Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Bevorzugt wendete sich Jesus Menschen zu, die am Rande der Gesellschaft standen. Die durch das soziale Raster fielen, die keine Fürsprecher hatten, die sonderbaren, die gestrauchelten, die ohne Zukunft und Hoffnung um diesen zu zeigen: „Gott will dich – und er will dein zerbrochenes Leben wieder ganz machen“.

Um diesen zentralen Aspekt der biblischen Botschaft zu verdeutlichen sind die SOS Geschichten entstanden. Es sind zum grössten Teil reale Geschehnisse, die gleichzeitig moderne Gleichnisse dieser zentralen Gottesbotschaft sind: „Die Gnade Gottes will dein Leben heilen“.


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