Die Seenot-Rettungsstation

Kategorien SOS-Serie

Es war einmal im hohen Norden ein sehr gefährlicher, sturmumwehter Küstenabschnitt. Das raue und unberechenbare Wetter hat schon immer, zumindest solange die Menschen hier daran denken konnten, Menschenleben gefordert. Ganz besonders betroffen hiervon war die Schifffahrt. Immer wieder gerieten an diesem Küstenabschnitt Schiffe in Seenot. Nicht nur die kleinen Fischerboote, die sich auf das Meer wagten, auch vielen der grossen Handelschiffe wurden die scharfen Klippen und die unberechenbaren Winde zum Verhängnis.Immer wieder ertranken Seeleute bei solchen Unglücken. Einige Seemänner, die solch eine Havarie überlebten, entschlossen sich dann irgendwann an der Küste zu bleiben und ihr Leben darin zu investieren Schiffsbrüchige aus dem Meer zu retten.

Sie bauten sich eine Holzbarake an den Strand in der sie wohnten und in der sie den geretteten Schiffbrüchigen eine Erstversorgung bieten konnten. Mit einer kleinen Küche, um etwa zu essen zu kochen und Betten für die unfreiwilligen Gäste. Auch hatten sie in dem einfachen Schopf um ihre Boote und die Pferde unterzubringen. Ja, die Pferde waren wichtig um die Rettungsboote möglichst schnell in die Region der gekenterten Schiffe zu bringen. Doch leider gehörte auch ein kleiner Friedhof hinter dem Haus zu der Rettungsstation, damit sie diejenigen bestatten konnte, die es nicht geschafft hatten.  So waren die paar Männer unermüdlich auf der Wacht um die, die in Seenot gerieten aus dem Wasser zu ziehen. Tag und Nacht hielten sie Ausschau nach Schiffen in Seenot. Einige Bewohner aus dem nächsten Dorf bewunderten die Arbeit der Männer so sehr, dass sie sie unterstützen wollten. Anfänglich brachten sie ihnen zu Essen und zu Trinken, dann aber auch Aussattung und Kleidung. So sprach sich die Arbeit der verwegenen Männer in der ganzen Umgebung immer weiter herum, so dass es bald an Ausrüstung und Versorgung nicht mehr fehlte. Einige Zeit später äusserten einige Nachbarn aus den umliegenden Dörfern den Wunsch ebenfalls Teil der heldenhaften Mannschaft zu werden.

Da diese aber völlig unerfahren in der Seefahrt waren, und auch niemals einer Schiffs-Havarie entkommensind, war es schwierig sie angemessen zu integrieren. So begann man mit einer symbolischen Aufnahme-Zeremonie in einer Tonne für alle die, die nicht einem See-Unglück entkommen sind.