Das Weinen der Wartenden

Kategorien SOS-Serie

In den vergangenen Jahren bin ich recht viel gereist und habe mir dabei auch verschiedenste Gemeinden und Werke angeschaut. Dabei habe ich sehr darauf geachtet wie sie wirken, was sie dabei besonderes machen, oder einfach anders und besser machen als ich es als Pastor mache, oder eben auch unsere Gemeindeleitung macht.

So war ich vor vielen Jahren zu einem Seminar in einer Gemeinde in Oberhausen, in Deutschland, und habe dort Garry Schwammlein kennen gelernt. Er ist ein gebürtiger Holländer, der als Unternehmer in die USA ausgewandert ist und dort sehr erfolgreich gewesen ist. In dieser Zeit hat er auch in einer sogenannten Mega-Church zu Jesus gefunden. Ich habe diese Gemeinde selber inzwischen auch kennen gelernt und sie ist wirklich gross. (Foto oben auf die GoDi-Besucher).

Bei diesem Treffen in Oberhausen erzählte von seiner Gemeinde und der Kultur die dort herrscht. Bei seinen Anfängen als Christ in dieser Gemeinde hatte er beobachtet das recht viele Gemeindeglieder immer zu spät in den Gottesdienst-Saal kommen und hatte sich innerlich darüber recht geärgert. So wie es scheint hatte Gary so eine richtig typisch westeuropäische Haltung „Wenn der Gottesdienst beginnt hat man gefälligst still auf dem Platz zu hocken“. Dort aber kamen die Besucher auch dann noch in den Saal wenn der Gottesdienst schon lange begonnen hatte. Jeden Sonntag.  

Doch es war augenscheinlich, dass wenn diese dann verspätet in den Saal kamen, dann sahen sie sehr traurig aus. Mache hatten sogar Tränen in den Augen. Und so ist er dann einmal der ganzen Sache nachgegangen indem er an einem Sonntag selber nicht pünktlich in den Saal gegangen ist. Sondern stattdessen blieb er im Foyer zurück um zu beobachten was dort vor sich ging. Und als der Gottesdienst begonnen hatte standen sie dort dann an den Eingangstüren und warteten. Liefen immer wieder kleine Kreise im Foyer und hatten dabei den Blick auf die Eingangstüren geheftet. Sie warteten dort auf die, die sie zum Gottesdienst eingeladen hatten. Ihre Freunde, Arbeitskollegen, Verwandten, wen auch immer. Sie warteten auf die, für die sie regelmässig beteten, und die sie in den Gottesdienst eingeladen hatten damit auch sie Jesus kennen lernen konnten. Und welche Traurigkeit herrschte dann wenn diese auch nach einiger Zeit dann immer noch nicht gekommen waren. Und so gingen sie traurig und verspätet in den Saal zu den anderen.


Der Hintergrund zu den SOS Geschichten

Die Gnade Gottes wurde in Jesus ein Mensch aus Fleisch und Blut. Die Mystik dieser biblischen Botschaft ist aus menschlicher Sicht kaum zu fassen. Und doch dürfen wir in dem biblischen Bericht sehen, dass diese entscheidende Wesensart Gottes in der Person Jesus sichtbar wurde. In seinem Reden, in seinem Handeln, in dem wie er mit den Menschen umging, alles an seinem Verhalten zeigt die Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Bevorzugt wendete sich Jesus Menschen zu, die am Rande der Gesellschaft standen. Die durch das soziale Raster fielen, die keine Fürsprecher hatten, die sonderbaren, die gestrauchelten, die ohne Zukunft und Hoffnung um diesen zu zeigen: „Gott will dich – und er will dein zerbrochenes Leben wieder ganz machen“.

Um diesen zentralen Aspekt der biblischen Botschaft zu verdeutlichen sind die SOS Geschichten entstanden. Es sind zum grössten Teil reale Geschehnisse, die gleichzeitig moderne Gleichnisse dieser zentralen Gottesbotschaft sind: „Die Gnade Gottes will dein Leben heilen“.


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